Verantwortungsvoll wetten
Sportwetten sind Glücksspiel. Auch ein gut begründeter Tipp kann verlieren, und auf Dauer gewinnen die Buchmacher über ihre Marge. Wetten ist in Deutschland erst ab 18 Jahren erlaubt und kann süchtig machen.
Grundregeln
- Nur Geld einsetzen, dessen Verlust nicht wehtut, und vorher festlegen, wie viel das im Monat ist.
- Verluste nicht zurückholen wollen: Höhere Einsätze nach einer Niederlage sind ein typischer Weg in die Sucht.
- Wetten nie als Einkommen oder Ausweg aus Geldsorgen sehen.
- Nicht unter Alkohol, aus Frust oder Langeweile wetten und regelmäßig Pausen machen.
- Einzahlungs- und Verlustlimits beim Anbieter selbst setzen und sie nicht wieder hochsetzen.
Warnzeichen
Hilfe zu holen lohnt sich, wenn mehrere dieser Punkte zutreffen: Die Gedanken kreisen ständig ums Wetten; die Einsätze steigen, damit es spannend bleibt; Verluste werden verheimlicht oder Geld wird geliehen; Pläne, weniger zu wetten, scheitern; Familie, Arbeit oder Schlaf leiden darunter.
Schutz in Deutschland
Legal sind nur Anbieter mit einer Erlaubnis in Deutschland. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) führt dazu eine amtliche Liste, die Whitelist.
Für Online-Glücksspiel gilt grundsätzlich ein Einzahlungslimit von 1.000 Euro im Monat, über alle Anbieter zusammen. Überwacht wird es über das länderübergreifende System LUGAS.
Über das Spielersperrsystem OASIS kann man sich für alle erlaubten Anbieter sperren lassen. Eine Selbstsperre gilt mindestens drei Monate und kann länger gewählt werden; zuständig ist das Regierungspräsidium Darmstadt, der Antrag geht auch online.
Hilfe
Die Telefonberatung des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) ist kostenlos und anonym: 0800 1 37 27 00. Sie hilft Menschen mit Problemen beim Glücksspiel und ihren Angehörigen. Auf check-dein-spiel.de gibt es einen Selbsttest zum eigenen Spielverhalten und ein Online-Programm, um weniger zu spielen. Auch Suchtberatungsstellen vor Ort beraten kostenlos.